Aktuelles

"Alle Dörfer bleiben!“
Neues Bündnis will Dörfer vor Kohlebaggern schützen

Keyenberg, Pödelwitz, Proschim. „Alle Dörfer bleiben!“, so lautet der Name und die zentrale Forderung des neuen, deutschlandweiten Bündnisses, in dem Betroffene aller Braunkohle-Reviere und die Klimagerechtigkeitsbewegung gemeinsam gegen Zwangsumsiedlung und Klimazerstörung kämpfen. Noch während der Verhandlungen der Kohlekommission in Berlin kündigen sie an, gemeinsam für den Erhalt aller Dörfer und Siedlungen in den drei Braunkohleregionen Rheinland, Leipziger Land und Lausitz einzutreten.

Stommelner Appell

Das Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“ (LoB) beschäftigt sich schon lange mit den Spätfolgen der Braunkohleförderung und -verstromung. Neben irreparablen Landschaftsschäden verweisen die Aktiven des Bündnisses vor allem auf Bergschäden und die Gefahren für das Grundwasser.

Lebensraum Rheinisches Revier – gutes Leben und gute Arbeit

Das von einem Arbeitskreis aus Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Organisationen und engagierten Einzelpersonen, der von der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen gefördert wird, erarbeitete Strukturwandelkonzept "Lebensraum Rheinisches Revier - gutes Leben und gute Arbeit" hat seinen Niederschlag im Zwischenbericht der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" gefunden. Es bleibt abzuwarten, was die Kommission weiter daraus macht, und vor allem, inwieweit es bei den anstehenden politischen Entscheidungen Berücksichtigung findet. Der Arbeitskreis arbeitet weiter an diesem Konzept und hat in der Zwischenzeit eine überarbeitete Fassung vorgelegt.

zur überarbeiteten Fassung des Strukturwandelkonzepts

   

Offener Brief „Entwicklung Bürgerordnung zum Schutz des Hambacher Waldes“

Bei einem Treffen von VertreterInnen verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppierungen am heutigen Tag in Buir wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die eine Bürgerordnung zum Schutz des Hambacher Waldes erarbeiten soll.

Einladung an Ministerpräsidet Laschet

Ministerpräsident Laschet hat sich am heutigen Samstag in Keyenberg mit Umsiedlungsbetroffenen getroffen und anschließend zu den Teilnehmenden der von Michael Zobel veranstalteten Dorfführung um Keyenberg und Kuckum gesprochen. Bei dieser Gelegenheit wurde ihm auch eine Einladung zu einem Besuch in Buir überreicht.

zur Einladung an Ministerpräsident Laschet

Listening Project

Am 11.11. 2018 um 15:00 Uhr startet der Künstler Rudolf Giesselmann aus Hamburg sein partizipatorisches Kunstprojekt (Listening Project) mit dem Titel „Unser Dorf redet“ in Buir.
Mehr dazu hier und in der Veranstaltungsübersicht.

 

Neue Studie zum Schadstoffausstoß von Kohlekraftwerken

Eine Gutachten des Ökopol-Instituts zum Ausstoß von Stickoxiden (NOx) durch Kohlekraftwerke und möglichen Gegenmaßnahmen, die die Klima-Allianz Deutschland und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in Auftrag gegeben haben zeigt, dass die ältesten Kraftwerksblöcke auch die dreckigsten und gesundheitsschädlichsten sind. Für Klima-Allianz Deutschland und BUND folgt daraus, dass diese Blöcke im Zuge eines Kohleausstiegs als erstes vom Netz gehen sollten.

#wirsindantje

Liebe solidarische und unterstützende Menschen,

vor zwei Wochen haben ca. 100 RWE Mitarbeiter und IGBCE Mitglieder vor meinen Privathaus „demonstriert“ und meine Familie und mich bedroht. Die Federführung bei dieser und anderen Aktionen lag dabei u.a. bei dem Vorsitzenden des Betriebsrates der RWE Power Zentrale Köln, zugleich auch Mitglied im Aufsichtsrat der RWE Power AG. Der Kohlekonzern RWE duldet und unterstützt dieses verantwortungslose Vorgehen gegenüber Tagbaubetroffenen und Kohlekritiker*innen. Nach wie vor gehen auch die Hetzkampagnen gegen uns im Internet unvermindert weiter.

Ein besonderes Dankeschön geht an alle aufmerksamen und couragierten Bürger*innen und Familien aus Buir, die diffamierende Hetzplakate und –banner, die des Nachts in Buir aufgehängt worden waren, beherzt entfernten und uns bzw. direkt der Polizei übergaben.

Heute möchte ich mich bei euch und Ihnen herzlich für all die Solidarität und grenzenlose Unterstützung bedanken, die mir und meiner Familie in den letzten Tagen wegen der Übergriffe zuteil wurde. Es ist mir unmöglich mich für all die freundliche Post, die Emails, Anrufe, Solidaritätsbekundungen, Ermutigungen, entlastende Unterstützung und Aufmerksamkeiten bei jedem persönlich zu bedanken. Daher habe ich diesen Weg gewählt um Danke zu sagen. 

Auf einer Postkarte mit einem Segelschiffmotiv, sie kam aus meinem Nachbardorf Elsdorf, ebenfalls am Grubenrand des Tagebaus Hambach gelegen, stand geschrieben: „Halten Sie bitte Kurs!“ Genau das werde ich auch tun und mich nicht einschüchtern lassen.

Mit klimabewegten und dankbaren Grüßen, auch im Namen meiner Familie und der Bürgerinitiative Buirer für Buir,

Antje Grothus

Promis für den Kohleausstieg

Eine beeindruckende Aktion hat die Klima-Alianz Deutschland am 23.10.2018 im Hambacher Wald durchgeführt. Prominente, darunter bekannte Gesichter aus Film, Fernsehen, Musik und Kultur haben Baumpatenschaften im Hambacher Wald übernommen. Internationale Unterstützung kam von 37 Preisträgern des Right Livelihood Awards, besser bekannt als Alternativer Nobelpreis. Einen Bericht mit Bildern und Videos dieser gelungenen Aktion findet sich auf der Website der Klima-Allianz.

https://www.klima-allianz.de/presse/meldung/promis-fuer-den-kohleausstieg-der-wald-ist-erst-der-anfang/.

Gemeinsame Presseerklärung: Solidarität mit „Ende Gelände“

Buir, 27. Oktober 2018. Mehrere tausend Menschen haben heute ihre Solidarität mit den friedlichen Aktionen zivilen Ungehorsams des Protest-Netzwerks “Ende Gelände” gezeigt. Sie nahmen an der Solidaritäts-Kundgebung am Hambacher Wald teil, zu dem ein Bündnis aus Umwelt- und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgerufen hatte. Die über 5.000 Aktivistinnen und Aktivisten von “Ende Gelände” werden noch bis zum 29. Oktober u.a. Kohlebagger im Rheinischen Braunkohlerevier mit Aktionen wie Sitzblockaden zum Stillstand bringen. Heute wurde der erste Bagger besetzt.

Persönliches Statement von Antje Grothus

In den letzten Tagen hat es massive persönliche Angriffe von Vertretern der IGBCE und von RWE gegen Antje Grothus gegeben. Sie ist Gründungsmitglied der Initiative Buirer für Buir und wurde im Sommer von der Bundesregierung in die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ berufen. In einer persönlichen Stellungnahme hat sie sich zu den absolut inakzeptablen Vorkommnissen geäußert.

zur persönlichen Stellungnahme

    

Solidaritäts-Demonstration am Hambacher Wald

Verschiedene Umwelt- und zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch die Initiative Buirer für Buir, rufen zu einer Demonstration am Rand des Hambacher Tagebaus am 27. Oktober 2018 auf. Sie wollen damit die Ziele der gleichzeitig von dem Protest-Netzwerks Ende Gelände angekündigten friedlichen Aktionen des zivilen Ungehorsams unterstützen.  Die Demonstration wird um 11:00 Uhr an der Mahnwache gegenüber der Zufahrt zum Kieswerk Collas zwischen Buir und Morschenich beginnen und mit einer Abschlusskundgebung an der Tagebaukante nördlich von Morschenich (alt) enden.

zur gemeinsamen Presseerklärung der Veranstalter

 

Strukturwandelkonzept

Im Sommer hat die Bundesregierung die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ einberufen, die Vorschläge für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung und den begleitenden Strukturwandel in den deutschen Braunkohlerevieren erarbeiten soll. Daraufhin hat sich in unserer Region, gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, ein Arbeitskreis aus Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Organisationen und engagierten Einzelpersonen zusammengefunden, um Ideen für einen Strukturwandel im Rheinischen Revier zu koordinieren.

Zu diesem Arbeitsprozess, der noch nicht vollständig abgeschlossen ist, liegt nun unter dem Titel „Lebensraum Rheinisches Revier – gutes Leben und gute Arbeit“ ein erstes Ergebnis vor. Darin wird ein visionärer Ansatz für die menschenwürdige, ökologische und zukunftsfähige Gestaltung des notwendigen Strukturwandels skizziert.

Hambi bleibt! - Vorerst

Am 5. Oktober 2018 hat das Oberverwaltungsgericht Münster in einem vom BUND NRW angestrengten Eilverfahren beschlossen, dass RWE Power keine Rodungsarbeiten im Hambacher Wald durchführen darf, bis über die Klage des BUND gegen den Hauptbetriebsplan 2018-2020 für den Tagebau Hambach entschieden worden ist. Das bedeutet, dass der Wald zumindest vorerst vor weiterer Zerstörung gerettet ist.

Morgen (13.9.), 16 Uhr: Kundgebung vor der Düsseldorfer Staatskanzlei
Reden statt Roden - Hände weg vom Hambacher Forst – Kohleausstieg jetzt!

Ein Dutzend Anti-Kohle-Gruppen, Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände rufen für morgen, Donnerstag, 13. September, um 16 Uhr zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der Düsseldorfer Staatskanzlei auf. Motto der Protestaktion wird sein: „Reden statt Roden - Ministerpräsident Laschet will uns verkohlen. Hände weg vom Hambacher Forst – Kohleausstieg jetzt!“ Die Umweltschützer kritisieren scharf, dass sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und die schwarz-gelbe Landesregierung im langjährigen Konflikt um den Hambacher Forst und beim dringend notwendigen Kohleausstieg einseitig auf die Seite von RWE stellen.