Pressemitteilungen

Initiative Buirer für Buir erhält den Jury-Preis 2020 der taz Panter-Stiftung

Die Initiative Buirer für Buir wurde am 14. November mit dem Jury-Preis der taz Panter-Stiftung ausgezeichnet. Die Aktiven der Initiative freuen sich über die Wertschätzung und Anerkennung der jahrelangen Arbeit für die Rettung des Hambacher Waldes, des Klimas, den Erhalt der Lebensqualität und die Entwicklung von Zukunftsperspektiven. Sie nahm den Preis auch stellvertretend für die solidarische Vielfalt der „Hambi-Bleibt-Bewegung“ entgegen.

Eine Zukunft für den Hambacher Wald

Kritik an Entwurf der Braunkohlenleitentscheidung / Forderung nach „Hambi“-Rückkauf und besserem Schutz / „Bürger*innenregion Hambacher Wald“ etablieren

Düsseldorf | Im Vorfeld der von der Landesregierung geplanten zweiten so genannten Dialogveranstaltung zur neuen Leitentscheidung Braunkohle im Rheinischen Revier kritisieren Vertreter und Vertreterinnen von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und Wissenschaft die geplanten Festlegungen für den Tagebau Hambach. Die Regelungen seien unzureichend, dauerhaften Schaden vom Hambacher Wald und den übrigen Bürgewäldern abzuwehren und Perspektiven für einen ökologischen Strukturwandel der Region zu eröffnen.

Klimagerechte Zukunft für das Rheinland

Initiativen und Verbände stellen Forderungen zur neuen Braunkohle-Leitentscheidung vor

Düsseldorf | Umweltverbände und Initiativen fordern von der Landesregierung eine Leitentscheidung zur Braunkohlenpolitik aufzustellen, die mit dem 1,5 Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens vereinbar ist. Dazu haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Klima-Allianz Deutschland sowie die Initiativen ‚Buirer für Buir‘ und ‚Alle Dörfer bleiben‘ einen Offenen Brief an Ministerpräsident Armin Laschet mit ihren Anforderungen an eine (klima)gerechte und transparente  Leitentscheidung formuliert. Im Rahmen einer Aktion vor der Staatskanzlei in Düsseldorf wurden die Forderungen heute an den Ministerpräsidenten überbracht. Die Forderungen werden von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis unterstützt, dem auch Organisationen wie Fridays for Future Deutschland und der Landesverband Erneuerbare Energien angehören.

Umfrageergebnis: Buirer*innen wollen keine weitere Zerstörung

Umfrageergebnis zu „Kies & Kohle“: starkes Votum und Auftrag an die Politik: Buirer wollen Zukunftsperspektiven statt weiterer Zerstörung

154 TeilnehmerInnen – davon alleine 139 aus Buir – haben zwischen Pfingsten und Anfang Juli einen Fragebogen der Initiative Buirer für Buir beantwortet. „Im Kern stellen wir fest,“ so Andreas Büttgen, „dass viele Buirer amThema geplante Abgrabungen vor Buir interessiert und zugleich emotionalisiert sind“ . Sie fühlen sich uniformiert und von Politik und Verwaltung im Stich gelassen. Mit Vehemenz wird gefordert, dass Manheim nicht für Abraum abgegraben werden darf und dass keine neuen Kiesgruben oder Erweiterungen vor Buir stattfinden dürfen. Die Stadt Kerpen und der Rhein-Erft-Kreis sollen energisch Einspruch gegen bestehende Planungen erheben. Die Landesregierung wird aufgefordert, bei der Leitentscheidung auch das Wohl der AnwohnerInnen und nicht nur wirtschaftliche Interessen zu berücksichtigen. Und der Hambacher Wald soll in öffentlichen Besitz oder in eine dem Naturschutz verpflichteten Stiftung überführt werden.

Zukunft des Hambacher Waldes gefährdet

RWE-Revierkonzept und Kiesgruben bedrohen neben dem Wald die Lebensqualität in Buir und zerstören Strukturwandelpläne der Stadt Kerpen

Detaillierte Recherchen der Initiative Buirer für Buir zeigen, dass das Zusammenwirken der RWE-Planung mit vorhandenen, bereits genehmigten und geplanten Kiesgruben nördlich von Buir zu ei­ner prekären Lage des Hambacher Waldes führen und die Menschen in Buir massiv beeinträchtigen wird. Nach einer enttäuschenden Antwort auf das erste Schreiben von Anfang Februar ließ die Initia­tive in einem zweiten Brief dem zuständigen Minister Prof. Dr. Pinkwart neben einer Einladung nach Buir auch einen Forderungskatalog zukommen.

Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung ist Rückschritt

Der auf der Einigung von Bund und Ländern von Mitte Januar basierende Gesetzentwurf der Bundesregierung gefährdet Zukunftsperspektiven in der Region. Die RWE-Planungen zum Tagebau Hambach bedeuten weitere Zerstörung und gefährden den sozialen Frie­den.

Tempolimit A 4: täglich 13.000 Verstöße - ohne Konsequenz!
Rhein-Erft-Kreis verweigert dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung

 Seit Einführung des dauerhaften Tempolimits von 130 km/h auf der A 4 zwischen den Anschlussstellen Elsdorf und Merzenich im Juli 2018 verzeichnen die Messschleifen der Verkehrsbeeinflussungsanlage dass rund 15% der Kraftfahrer die vorgeschrieben Höchstgeschwindigkeit ignorieren. Bei bis zu 91.000 Fahrzeugen, die den Abschnitt täglich befahren, sind demnach rund 13. 000 Fahrer z.T. deutlich zu schnell unterwegs.
Die Zahl der Verstöße wurde von der Bezirksregierung Köln bestätigt.

"Klimasynode von unten" im Rheinischen Braunkohlerevier verabschiedet Erklärung an Amazonassynode in Rom   

Gemeinsam haben ca. 100 Engagierte aus lokalen kirchlichen Gruppen, Gemeinden, aus der Klimabewegung und diversen Umweltgruppen auf der "Klimasynode von unten" im Rheinischen Braunkohlerevier vom 18.-20. Oktober in Düren diskutiert und beraten sowie die Orte der Zerstörung durch den Braunkohleabbau besucht. Eröffnet wurde die Klimasynode mit einem Grußwort des Aachener Bischof Dieser, der darin die Wichtigkeit eines konsequenten Einsatzes der Kirche für den Klimaschutz betonte. Bewegende Zeugnisse von Menschen, die im Rheinischen Braunkohlerevier leben, standen im Mittelpunkt einer Prozession durch das Umsiedlungsdorf Manheim und den Hambacher Forst am Samstag (19.10.), der auf starkes mediales Interesse stieß.

Klimasynode von unten im Rheinischen Braunkohlerevier

Aus Anlass der Amazonassynode der katholischen Bischöfe in Rom, die die soziale und die ökologische Frage in Amazonien zusammenbringt, findet vom 18.-20. Oktober 2019 in Düren die "Klimasynode von unten im Rheinischen Braunkohlerevier" statt. Ziel ist es, die globale und die regionale Perspektive gemeinsam zu betrachten und eine Position zum Klimaschutz im Sinne von "Laudato Si" zu finden. Hier die gemeinsame Pressemitteilung der Veranstalter:

Initiative Buirer für Buir verleiht Arnoldus-Preis 2019 an den Waldpädagogen Michael Zobel

Am 18. Juli 2019 hat die Initiative Buirer für Buir zum ersten Mal den neu geschaffenen Arnoldus-Preis verliehen. Der Preis soll Personen oder Gruppen ehren, die sich in besonderer Weise für den Erhalt des nach wie von der Zerstörung bedrohten Hambacher Waldes einsetzen.