Pressemitteilungen

Tagebaubetroffene fordern Mitsprache in Kohle-Kommission

Foto: Hubert Perschke

Köln /Lützen/Cottbus. Ein Bündnis aus Anwohnern aller drei deutschen Tagebaugebiete fordert Mitsprache in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, deren Einsetzung durch die Bundesregierung kurz bevorsteht. In einem offenen Brief fordern die Tagebaubetroffenen Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf sicherzustellen, dass sie mindestens zwei Sitze in der Kommission erhalten. Bürgerinitiativen, Bürgermeister und Ortsvorsteher, Seelsorger und Ärzte beklagen in dem Brief, dass Bundes- und Landesregierungen die Interessen von Tagebaubetroffenen bislang nicht berücksichtigt haben. Der Brief ging parallel auch an Umweltministerin Svenja Schulze, Arbeitsminister Hubertus Heil und Innenminister Horst Seehofer, die die Arbeit der Kommission gemeinsam mit Altmaier steuern sollen.

Bürgerantrag an Stadt Kerpen
Initiative fordert größtmöglichen Schutz und Transparenz für Bürger*innen bei Deponie-Sanierung durch RWE

Der BUND Kerpen hat via Rundbrief über seine Einsichtnahme in den Sonderbetriebsplan H2016/10 Sanierung und Beräumung des ehemaligen Zwischenlagers Edelhoff und der Ablagerung „Manheimer Bürge“ berichtet. Auch RWE hat via Pressemitteilung die Medien über die anstehende Sanierung informiert. Unabhängig davon, dass wir die Notwendigkeit bestreiten, den Tagebau über die Trasse der alten A4 hinaus fortzuführen, fordern wir die Stadt Kerpen über einen Bürgerantrag auf, sich in den notwendigen Sanierungsprozess aktiv und gestaltend mit einzubringen und dafür Sorge zu tragen, dass die Kerpener aber auch auswärtige Bürger*innen, wie z.B. Radfahrer, umfassend über den gesamten Räumungszeitraum durch z.B. Hinweistafeln gewarnt und bestmöglich geschützt sowie über die Risiken der zu sanierenden Stoffe und über die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung informiert werden.

Wir sagen Danke!

Hunderte Herzen für den Hambacher Wald: Bürger*innen fordern beherzten Kohleausstieg

Über sechshundert rot gekleidete Menschen versammelten sich am Sonntag trotz Eiseskälte am Tagebau Hambach, um erstmals das Ende einer Rodungssaison zu feiern, in der RWE nur zwei Tage im Hambacher Wald roden durfte. Mit aufgemalten roten Herzen und mit den Händen geformten Herzen drückten die Demonstrierenden ihre Freude über den vorläufigen Erhalt des Waldes aus, richteten aber auch klare Forderungen an die neue Große Koalition in Berlin und an die nordrhein-westfälische Landesregierung. Auf einem großen Banner prangte der Schriftzug „Kohleausstieg beherzt anpacken“.

Hambacher Wald putzmunter
70 UnterstützerInnen befreien Wald vom Wohlstandsmüll vieler Jahre

Als Zeichen der Unterstützung und als Beleg für unsere Hoffnungen und Wünsche, dass der jetzt noch bestehende Teil des einst so großen Hambacher Waldes für die Nachwelt erhalten bleibt, haben über 70 Menschen aus der Waldbesetzung, der Initiative Buirer für Buir sowie aus regionalen Unterstützergruppen gemeinsam am Freitag, den 09.03.2018 und Samstag, den 10.03.2018 den Hambacher Forst von dem Müll gereinigt, der über viele Jahre hinweg entlang der alten A4 und der L276 achtlos in den Wald geworfen wurde.

Rodungsstopp im Hambacher Wald: Erholung für Wald, Tiere und betroffene Menschen und Anwohnerinnen
Dirk Jansen, BUND NRW, berichtet zu Hintergründen und Ausblick

Es war wie ein Aufatmen einer ganzen Region, als auf Antrag des BUND zunächst das Oberverwaltungsgericht in Münster einen Rodungsstopp verfügte und kurze Zeit später die Bezirksregierung in Arnsberg als zuständige Genehmigungsbehörde für den Hauptbetriebsplan des RWE-Tagebau Hambach keine neue Rodungsgenehmigung erteilte. Vielen sind die vielschichtigen Hintergründe unbekannt – und erst recht, wie die juristischen Entscheidungen sich im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens auswirken können.

Deutsch-Kolumbianische Begegnung
Wir sitzen alle an einem Tisch

Gesprächsabend mit der Initiative Buirer für Buir und der Pax-Christi Gruppe Erftstadt mit kolumbianischen Gästen.

„Aufbrechen“ – Gottesdienst und Pilgerweg in den Hambacher Wald

Der Kirchenkreis Jülich, die Evangelische Studierendengemeinde Aachen (ESG) und die Evangelische Gemeinde zu Düren laden gemeinsam mit der Bürgerinitiative Buirer für Buir zu einem Gottesdienst mit anschließendem Pilgerweg unter dem Titel „Aufbrechen“ in den Hambacher Wald ein.

Tempolimit 130 vor Buir - ein Etappensieg für die Initiative

Die Initiative Buirer für Buir begrüßt das von der Bezirksregierung Köln beschlossene vorläufige Tempolimit von 130 Stundenkilometern als einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Die Initiative hatte schon bald nach der Eröffnung der wegen des Hambacher Tagebaus an den Ortsrand von Buir verlegten Autobahn eine Geschwindigkeitsbegren­zung gefordert, um die Lärmbelastung für die Bewohner zu reduzieren.

Vielfältiger Braunkohleprotest im Revier – Aufruf zur Besonnenheit und Differenzierung auf allen Seiten

Das Rheinische Revier wird in Kürze gleich für mehrere Tage den größten, je erlebten Protest gegen die weitere Nutzung der Braunkohle erleben. Tausende Klimaschützer aus Nah und Fern wollen sich in unterschiedlichen Aktionsformen für Zukunftsperspektiven engagieren. Nach einigen angstverbreitenden Presseberichten, fordern wir alle Beteiligten dringend zu Besonnenheit auf .

(K)ein Freizeitwegekonzept für Buir?!

RWE, Stadt Kerpen und Gemeinde Merzenich laden zur „Freigabe Freizeitwege Kerpen-Buir / Merzenich“ ein. Was hier als „interkommunales gemeinsames Freizeitwegekonzept“ gefeiert werden soll, hat diese Bezeichnung nicht verdient. Freizeitwege entlang der Autobahn – Bänke ohne Schatten – keine neue Grillhütte ... . Soll das alles sein, was RWE und die Stadt Kerpen dem durch den Tagebau am meisten belasteten Ortsteil Buir als Kompensationsleistung für den Verlust des Hambacher Waldes und der vielen Freizeitwege nördlich der neuen Autobahn zu geben bereit ist?