Pressemitteilungen

Tagebauränder rund um Hambach für Zukunftsplanung sichern
Geplante Kiesabbauvorhaben könnten noch jahrzehntelang Strukturwandel und Energiewende behindern

BUND Kerpen und die Initiative Buirer für Buir e.V. fordern die verantwortlichen Politiker*innen in den Kommunen rund um den Tagebau Hambach und im Rhein-Erft-Kreis auf, die Randbereiche für eine zukunftsfähige Planung zu sichern.

12 Jahre Einsatz für Wald und Klima:
Rettung des Hambacher Waldes bedeutet keine Bagger vor Buir sowie nachhaltige Stärkung von Lebensqualität und Zukunft

Die im Abschlussbericht der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung – auch Kohlekommission genannt – dokumentierten Ergebnisse bedeuten für die Menschen in Buir mit hoher Wahrscheinlichkeit den Erhalt des Hambacher Waldes und die Sicherheit einer weiterhin hohen Lebensqualität. Buir wird dann nicht Grubenrandort und bleibt weiter durch den Wald geschützt.

Landesregierung treibt den Konflikt um den Hambacher Wald auf die Spitze

Morgen, Donnerstag 13.9., sollen auf Weisung des Ministeriums für Heimat, Bau und Gleichstellung ( AZ 613/100.2 Hambacher Forst ) durch das Bauordnungsamt Kerpen für die Baumhäuser auf dessen Gebiet und durch das Bauordnungsamt Kreis Düren auf dem Gebiet des Kreises die Räumung sofort vollzogen werden.

Bündnismobil des bürgerlichen Braunkohleprotests ausgebrannt
Brandstiftung als mögliche Ursache – Mitglied Kohlekommission und weitere engagierte Braunkohlekritiker wohnen in unmittelbarer Nähe

Das so genannte „Bündnismobil“ des bürgerlichen Braunkohleprotests, welches in den letzten Wochen nahe Buir für die Mahnwache am Hambacher Wald und bereits bei zahlreichen Demonstrationen eingesetzt wurde, ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrannt. Der Brand entstand nach ersten Erkenntnissen nicht im Bereich des Motors sondern im hinteren Teil des Fahrzeuges. Das Fahrzeug wurde für kriminaltechnische Untersuchung beschlagnahmt. Der Besitzer erstattet Anzeige mit Verdacht auf Brandstiftung.

Betroffene, Verbände und Initiativen fordern sofortiges „Braunkohlen-Moratorium“

Gemeinsamer Appell: RWE torpediert Arbeit der Kohlekommission und gefährdet sozialen Frieden

Im Vorfeld der nächsten Sitzung der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ am 23. August fordern Tagebaubetroffene, Umweltverbände und Bürgerinitiativen ein Braunkohlenmoratorium. Dies soll solange gelten, bis die genauen Rahmenbedingungen und die Ausgestaltung des Kohleausstiegs festliegen. In einem dringenden Appell an die Kommissionsmitglieder warnen sie davor, dass ansonsten weitere irreparable Schäden und nicht rückholbare Prozesse drohen.

Beschäftigtenentwicklung in der Braunkohle

In 2030 sind laut UBA-Studie zwei Drittel der Beschäftigten im Ruhestand – das Argument "Arbeitsplätze vor Klimaschutz“ ist damit obsolet

In der Studie des Bundesumweltamtes zur Beschäftigtenentwicklung in der Braunkohle wird die Entwicklung der direkt Beschäftigten in der Braunkohleindustrie in Deutschland betrachtet.

Kerpener Klimaheldin in Kohlekommission berufen

Anfang Mai hatten AnwohnerInnen der drei deutschen Tagebaugebiete in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Altmaier Mitspracherechte in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ gefordert.

Heute hat die Bundesregierung über die Besetzung der Kommission entschieden und die Kerpenerin Antje Grothus als Vertreterin der Betroffenen im Rheinischen Braunkohlerevier berufen. Seit vielen Jahren setzt sie sich für Umwelt- und Klimaschutz und für die Rechte der Menschen in der Region, die unter den Folgen der Braunkohleförderung und -verstromung zu leiden haben, ein. Im November 2017 war Antje Grothus anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn von der Organisation CARE als eine von zwölf Frauen weltweit zur Klimaheldin gekürt worden.

Tagebaubetroffene fordern Mitsprache in Kohle-Kommission

Foto: Hubert Perschke

Köln /Lützen/Cottbus. Ein Bündnis aus Anwohnern aller drei deutschen Tagebaugebiete fordert Mitsprache in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, deren Einsetzung durch die Bundesregierung kurz bevorsteht. In einem offenen Brief fordern die Tagebaubetroffenen Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf sicherzustellen, dass sie mindestens zwei Sitze in der Kommission erhalten. Bürgerinitiativen, Bürgermeister und Ortsvorsteher, Seelsorger und Ärzte beklagen in dem Brief, dass Bundes- und Landesregierungen die Interessen von Tagebaubetroffenen bislang nicht berücksichtigt haben. Der Brief ging parallel auch an Umweltministerin Svenja Schulze, Arbeitsminister Hubertus Heil und Innenminister Horst Seehofer, die die Arbeit der Kommission gemeinsam mit Altmaier steuern sollen.

Bürgerantrag an Stadt Kerpen
Initiative fordert größtmöglichen Schutz und Transparenz für Bürger*innen bei Deponie-Sanierung durch RWE

Der BUND Kerpen hat via Rundbrief über seine Einsichtnahme in den Sonderbetriebsplan H2016/10 Sanierung und Beräumung des ehemaligen Zwischenlagers Edelhoff und der Ablagerung „Manheimer Bürge“ berichtet. Auch RWE hat via Pressemitteilung die Medien über die anstehende Sanierung informiert. Unabhängig davon, dass wir die Notwendigkeit bestreiten, den Tagebau über die Trasse der alten A4 hinaus fortzuführen, fordern wir die Stadt Kerpen über einen Bürgerantrag auf, sich in den notwendigen Sanierungsprozess aktiv und gestaltend mit einzubringen und dafür Sorge zu tragen, dass die Kerpener aber auch auswärtige Bürger*innen, wie z.B. Radfahrer, umfassend über den gesamten Räumungszeitraum durch z.B. Hinweistafeln gewarnt und bestmöglich geschützt sowie über die Risiken der zu sanierenden Stoffe und über die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung informiert werden.

Wir sagen Danke!

Hunderte Herzen für den Hambacher Wald: Bürger*innen fordern beherzten Kohleausstieg

Über sechshundert rot gekleidete Menschen versammelten sich am Sonntag trotz Eiseskälte am Tagebau Hambach, um erstmals das Ende einer Rodungssaison zu feiern, in der RWE nur zwei Tage im Hambacher Wald roden durfte. Mit aufgemalten roten Herzen und mit den Händen geformten Herzen drückten die Demonstrierenden ihre Freude über den vorläufigen Erhalt des Waldes aus, richteten aber auch klare Forderungen an die neue Große Koalition in Berlin und an die nordrhein-westfälische Landesregierung. Auf einem großen Banner prangte der Schriftzug „Kohleausstieg beherzt anpacken“.