Pressemitteilungen

Klimasynode von unten im Rheinischen Braunkohlerevier

Aus Anlass der Amazonassynode der katholischen Bischöfe in Rom, die die soziale und die ökologische Frage in Amazonien zusammenbringt, findet vom 18.-20. Oktober 2019 in Düren die "Klimasynode von unten im Rheinischen Braunkohlerevier" statt. Ziel ist es, die globale und die regionale Perspektive gemeinsam zu betrachten und eine Position zum Klimaschutz im Sinne von "Laudato Si" zu finden. Hier die gemeinsame Pressemitteilung der Veranstalter:

Initiative Buirer für Buir verleiht Arnoldus-Preis 2019 an den Waldpädagogen Michael Zobel

Am 18. Juli 2019 hat die Initiative Buirer für Buir zum ersten Mal den neu geschaffenen Arnoldus-Preis verliehen. Der Preis soll Personen oder Gruppen ehren, die sich in besonderer Weise für den Erhalt des nach wie von der Zerstörung bedrohten Hambacher Waldes einsetzen.

Tagebauränder rund um Hambach für Zukunftsplanung sichern
Geplante Kiesabbauvorhaben könnten noch jahrzehntelang Strukturwandel und Energiewende behindern

BUND Kerpen und die Initiative Buirer für Buir e.V. fordern die verantwortlichen Politiker*innen in den Kommunen rund um den Tagebau Hambach und im Rhein-Erft-Kreis auf, die Randbereiche für eine zukunftsfähige Planung zu sichern.

12 Jahre Einsatz für Wald und Klima:
Rettung des Hambacher Waldes bedeutet keine Bagger vor Buir sowie nachhaltige Stärkung von Lebensqualität und Zukunft

Die im Abschlussbericht der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung – auch Kohlekommission genannt – dokumentierten Ergebnisse bedeuten für die Menschen in Buir mit hoher Wahrscheinlichkeit den Erhalt des Hambacher Waldes und die Sicherheit einer weiterhin hohen Lebensqualität. Buir wird dann nicht Grubenrandort und bleibt weiter durch den Wald geschützt.

Landesregierung treibt den Konflikt um den Hambacher Wald auf die Spitze

Morgen, Donnerstag 13.9., sollen auf Weisung des Ministeriums für Heimat, Bau und Gleichstellung ( AZ 613/100.2 Hambacher Forst ) durch das Bauordnungsamt Kerpen für die Baumhäuser auf dessen Gebiet und durch das Bauordnungsamt Kreis Düren auf dem Gebiet des Kreises die Räumung sofort vollzogen werden.

Bündnismobil des bürgerlichen Braunkohleprotests ausgebrannt
Brandstiftung als mögliche Ursache – Mitglied Kohlekommission und weitere engagierte Braunkohlekritiker wohnen in unmittelbarer Nähe

Das so genannte „Bündnismobil“ des bürgerlichen Braunkohleprotests, welches in den letzten Wochen nahe Buir für die Mahnwache am Hambacher Wald und bereits bei zahlreichen Demonstrationen eingesetzt wurde, ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrannt. Der Brand entstand nach ersten Erkenntnissen nicht im Bereich des Motors sondern im hinteren Teil des Fahrzeuges. Das Fahrzeug wurde für kriminaltechnische Untersuchung beschlagnahmt. Der Besitzer erstattet Anzeige mit Verdacht auf Brandstiftung.

Betroffene, Verbände und Initiativen fordern sofortiges „Braunkohlen-Moratorium“

Gemeinsamer Appell: RWE torpediert Arbeit der Kohlekommission und gefährdet sozialen Frieden

Im Vorfeld der nächsten Sitzung der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ am 23. August fordern Tagebaubetroffene, Umweltverbände und Bürgerinitiativen ein Braunkohlenmoratorium. Dies soll solange gelten, bis die genauen Rahmenbedingungen und die Ausgestaltung des Kohleausstiegs festliegen. In einem dringenden Appell an die Kommissionsmitglieder warnen sie davor, dass ansonsten weitere irreparable Schäden und nicht rückholbare Prozesse drohen.

Beschäftigtenentwicklung in der Braunkohle

In 2030 sind laut UBA-Studie zwei Drittel der Beschäftigten im Ruhestand – das Argument "Arbeitsplätze vor Klimaschutz“ ist damit obsolet

In der Studie des Bundesumweltamtes zur Beschäftigtenentwicklung in der Braunkohle wird die Entwicklung der direkt Beschäftigten in der Braunkohleindustrie in Deutschland betrachtet.

Kerpener Klimaheldin in Kohlekommission berufen

Anfang Mai hatten AnwohnerInnen der drei deutschen Tagebaugebiete in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Altmaier Mitspracherechte in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ gefordert.

Heute hat die Bundesregierung über die Besetzung der Kommission entschieden und die Kerpenerin Antje Grothus als Vertreterin der Betroffenen im Rheinischen Braunkohlerevier berufen. Seit vielen Jahren setzt sie sich für Umwelt- und Klimaschutz und für die Rechte der Menschen in der Region, die unter den Folgen der Braunkohleförderung und -verstromung zu leiden haben, ein. Im November 2017 war Antje Grothus anlässlich der Weltklimakonferenz in Bonn von der Organisation CARE als eine von zwölf Frauen weltweit zur Klimaheldin gekürt worden.

Tagebaubetroffene fordern Mitsprache in Kohle-Kommission

Foto: Hubert Perschke

Köln /Lützen/Cottbus. Ein Bündnis aus Anwohnern aller drei deutschen Tagebaugebiete fordert Mitsprache in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, deren Einsetzung durch die Bundesregierung kurz bevorsteht. In einem offenen Brief fordern die Tagebaubetroffenen Wirtschaftsminister Peter Altmaier auf sicherzustellen, dass sie mindestens zwei Sitze in der Kommission erhalten. Bürgerinitiativen, Bürgermeister und Ortsvorsteher, Seelsorger und Ärzte beklagen in dem Brief, dass Bundes- und Landesregierungen die Interessen von Tagebaubetroffenen bislang nicht berücksichtigt haben. Der Brief ging parallel auch an Umweltministerin Svenja Schulze, Arbeitsminister Hubertus Heil und Innenminister Horst Seehofer, die die Arbeit der Kommission gemeinsam mit Altmaier steuern sollen.