Rettet den Hambacher Wald

Rote Linie Wanderung auf der alten Autobahntrasse am 23.10.2016

Am 23.10.2016 findet ab 12 Uhr die 31. monatliche Führung im Hambacher Forst mit dem Aachener Waldpädagogen Michael Zobel und Eva Töller statt. Neben der üblichen bewegenden Führung durch den verbliebenen Stieleichen-Hainbuchen-Maiglöckchen-Wald, den einzigen seiner Art in Mitteleuropa, soll an diesem
Sonntag mitten in der Rodungsperiode mit der Rote Linie A4 _alt Aktion ein unübersehbares Zeichen für den Erhalt des Waldes gesetzt werden.

Dazu Michael Zobel: „Alle Appelle Richtung RWE haben bisher nichts genutzt. Der Energiekonzern will auch in diesem Jahr wieder 80 Hektar dieses einmaligen Waldes unwiederbringlich vernichten. Wir wollen das nicht hinnehmen. Wir wollen ein Zeichen setzen. Ohne die Kohleförderung einstellen zu müssen, kann der Rest des Hambacher Waldes erhalten werden. Bis zur Trasse der ehemaligen A4 kann gebaggert werden, im großen Tagebauvorfeld liegen große Kohlevorräte.“

Und er zitiert aus seinem eigenen Appell an RWE vom 6.09. diesen Jahres: „Rote Linie A4, bis hierhin und nicht weiter! Stoppt die Rodungssaison 2016/2017 - rettet den Rest des Hambacher Waldes. Nehmt den eigenen Innogy Werbeslogan "Rheinland wird Reinland" ernst und macht ihn wirklich glaubwürdig, erhaltet diesen immer noch einmaligen Wald, für uns alle und für unsere Kinder!“


Einladung an Tagebaubetroffene und -anrainer

Zu den Mitorganisatoren der Wanderung Rote Linie A 4 _alt gehört unter anderen auch die Initiative Buirer für Buir. “ Wir setzen uns seit mittlerweile über 10 Jahren für den Erhalt des „Buirer Waldes“, so wird er bei uns im Dorf genannt, ein. Und wir laden insbesondere all diejenigen ein, mit uns ein Signal für dessen Überleben zu setzen, die wie wir betroffen sind. Nicht nur wir BuirerInnen, sondern auch andere Anrainer, wie z.B. die GolzheimerInnen, würden profitieren, wenn der Wald als Schutzschild vor dem Tagebau erhalten bleibt“, meint Andreas Büttgen, erster Vorsitzender der Initiative.


Rote Linie mit roten Accessoires

Wie üblich ist an diesem Tag jede/r dazu eingeladen, sich ein eigenes Bild der Situation vor Ort zu machen. Die Wanderung führt durch den Wald, zu den Waldbesetzungen, zur Rodungskante und auf die alte Autobahn. Dort werden die TeilnehmerInnen dann die Rote Linie sichtbar machen. Zwischen 15 und 16 Uhr werden die Menschen auf der alten Autobahntrasse ein eindrucksvolles Bild entstehen lassen: die Rote Linie soll sich dann auf der alten A4 zwischen der aktuellen Rodungskante Höhe Morschenich und der ehemaligen Ausfahrt Kerpen-Buir bewegen. Da diese Aktion ehrenamtlich und nachhaltig organisiert wird, werden die Besucher gebeten, selber alles mitzubringen, was rot ist, bzw. sich rot zu kleiden: rote Anoraks, Kleidung, rote Bänder, rote Tücher, Decken, Mützen, Schals, Luftballons, Stirnbänder, Halstücher, Plakate. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Treffpunkt ist der Parkplatz Grillplatz Manheimer Bürge (GPS-Daten: 50.882034/6.567901) um 12 Uhr. Um 14 Uhr treffen sich dort Menschen, die nur auf der A4-Aktion dabei sein wollen und werden zum Startpunkt geführt.

Wegbeschreibung: BAB 4 (neu) Ausfahrt Merzenich, (nächste Ausfahrt hinter oder vor Düren, der Beschilderung immer Richtung Buir folgen, durch Morschenich (wird gerade umgesiedelt), bis zur T-Kreuzung am Ende der Straße. Links abbiegen Richtung Wald bis zum Schild “Lotsenstelle 71”. Der dortige Parkplatz ist nach wie vor frei zugänglich!

ÖPNV: S-Bahn S 13 bis BUIR, dort die Unterführung in Richtung Ortsausgang (Nord-Westen) unterqueren, BAB 4 neu- und Hambachbahnbrücke überqueren, immer geradeaus ca. 2. 800 Meter bis zum Treffpunkt.

Anmeldung und weitere Informationen bei Michael Zobel: 0171-8508321, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.buirerfuerbuir.de/index.php/veranstaltungen-und-termine/eventdetail/3/-/fuehrung-im-hambacher-forst-rote-linie-a4

Das Video zur Führung am kommenden Sonntag:
https://www.facebook.com/todde.kemmerich/videos/1323152911042371/

 

Pressemitteilung der Initiative Buirer für Buir vom 19.10.2016