Freizeitwege-Konzept Buir

Die Initiative Buirer für Buir will den Verlust an Lebensqualität durch den Wegfall von Freizeitwegen, Wald und Erholungsflächen durch Autobahn, Hambachbahn und Tagebau nicht ohne weiteres hinnehmen und hat ein Konzept erarbeitet, um die Verluste wenigstens in kleinen Teilen auszugleichen. Dieses Konzept hat Andreas Büttgen in der Sitzung des Arbeitskreises Tagebau Buir am 08.06.2011 vorgestellt. Vorher war es mit den Vertretern der Vereine, Kirchen und Landwirte abgestimmt und durch deren Vorschläge ergänzt worden.

Die Verwirklichung der Vorschläge muss natürlich in enger Abstimmung mit den ggf. betroffenen Landwirten erfolgen, denen dadurch kein wirtschaftlicher Nachteil entstehen darf. Auch sollen bereits bestehende Wege ertüchtigt und unnötige Versiegelungen vermieden werden.

So sieht das Konzept im Südwesten von Buir die Einrichtung eines Rundwegs vor, der auch für Inline-Skater geeignet sein soll. Dafür können überwiegend schon jetzt asphaltierte Wege genutzt werden, die jedoch noch ertüchtigt werden müssten. Möglich wäre in Absprache mit der Gemeinde Merzenich eventuell auch eine Anbindung an Neu-Morschenich, sollte das Dorf tatsächlich an den vorgesehenen Standort umgesiedelt werden.

 

Auch auf der östlichen Seite von Buir sollen Wege für Radfahrer, Jogger und Spaziergänger ertüchtigt werden. Der von der Verwaltung geplante Radweg Richtung Geilrath zwischen Bahndamm und neuer Autobahn ist wegen der hohen Schadstoff- und Lärmbelastung nicht akzeptabel. Die Initiative Buirer für Buir schlägt dagegen vor, südlich der Bahn einen Radweg bis Haus Forst einzurichten (s. Weg Nr. 1 in folgender Abbildung), der dort durch die Bahnunterführung hindurch an den vorhandenen Weg nach Geilrath angeschlossen werden könnte.

 

Entlang der vorgeschlagenen Wege sollen an mehrern Stellen Bänke aufgestellt werden, durch kleinere Bäume oder Sträucher gegen Wind und Sonne geschützt (wie z.B. am Dahmenkreuz). Hierbei müssen natürlich die Interessen der Landwirte berücksichtigt werden (mögliche Verschattung, Flächenverbrauch etc.).

In der Vergangenheit haben die Buirer auch immer die Manheimer Grillhütte mitgenutzt. Da diese Möglichkeit in Zukunft ebenfalls wegfallen wird, wird in dem Konzept die Schaffung eines Freizeitgeländes mit Grillhütte zwischen der Hohen Fließ und dem Regenrückhaltebecken vorgeschlagen.

 

Das Gelände soll landschaftlich modelliert werden und neben der Grillhütte weitere Elemente enthalten, wie z.B. Spielgeräte, eine Spielfläche, verschiedene Bäume und Sträucher, eventuell auch Obstbäume. Dadurch würde das Freizeitgelände ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche "Natur zum Anfassen" erleben könnten.

 

Idealerweise sollte das Freizeitgelände in ein größeres Projekt integriert werden, nämlich in die Anpflanzung eines zumindest schmalen Waldstreifens, der als solcher wahrnehmbar ist. Dieser Streifen könnte sich vom Immissionschutzwall bis zum Gebiet der Gemeinde Merzenich erstrecken und den Anschluss an den noch nutzbaren Wald von Morschenich herstellen. Um die notwendigen Absprachen treffen zu können und erste Schritte einzuleiten, sollte die Verwaltung der Stadt Kerpen möglichst bald Kontakt mit den zuständigen Stellen der Gemeinde Merzenich aufnehmen.

 

Sowohl das Freizeitgelände als auch der Waldstreifen lassen sich nur verwirklichen, wenn dabei die berechtigten Interessen der betroffenen Landwirte gewahrt bleiben, d.h. es müssen geeignete Tauschflächen gefunden werden. Hier sieht die Initiative Buirer für Buir den Tagebaubetreiber RWE Power in der Pflicht. Das Unternehmen verursacht eine gigantische Zerstörung der Natur- und Kulturlandschaft in der Region. Aus Buirer Sicht ist es völlig inakzeptabel, dass die Aufforstung der weit entfernten Sophienhöhe als Ausgleichsmaßnahme für das Abholzen jahrhunderte alten Waldes vor der eigenen Haustür hingenommen werden soll.

 

Für Fragen zu weiteren Details des Freizeitwege-Konzepts, aber auch für Anregungen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!